Spielort:  Stadlau

Spieltermin:  Fr.,14.8.  18'15

Resultat:  3:1 (1:1)

Das Spiel im Internet: Bitte Titel anklicken!

Bericht: Mit Viktor Okolo und Reinhard Trunner ist (noch immer) eine halbe Abwehr außer Gefecht, daher begann Christoph Ochrana auf der ungewohnten Außenposition in der Viererkette. Cem Atan rückte nach der (ungerechtfertigten Gelb-rot-Sperre in die Startelf. Rapid kam mit "Leitwolf" Peter Hlinka, slowakischer Ex-Teamspieler und der Empfehlung eines 1:1 gegen einen der Titelfavoriten, Horn.

Vor gut 400 Zusehern waren also alle Voraussetzungen für ein absolutes Spitzenspiel gegeben - und das Spiel erfüllte die hohen Erwartungen voll und ganz. Nach dem Ankick durch Oberarzt Prim. Dr. Christian Sebesta vom Donauspital von Beginn an temporeich, umkämpft, aber stets fair - und Stadlau startete dominant. Bis Minute 35 fand Rapid offensiv praktisch nicht statt, da ging Ljubicic' Weitschuss doch gut 1 Meter übers Tor. Der Spielstand war da bereits 1:0 - und hätte höher sein können, denn Rapid-Keeper Gartler hielt sein Team mit großartigen Reflexen im Spiel: bei Max Balzers verdecktem Freistoß (8.) verhinderte er ebenso einen Rückstand wie er bei Aleksandar Stojilkjkovic' Elfmeter (17., Stöglehner hatte den allein aufs Tor ziehenden Bennjamin Koglbauer im Strafraum von den Beinen geholt und dafür auch "rot" gesehen) Glück hatte, dass "Azzo" verzog. Sanel Tahirovic' Schuss entschärfte Gartler ebenfalls (20.), ehe es nach Atans gut getimten Stanglpass einen Corner gab (24.). Diesen zirkelte Tahirovic in den Raum zwischen Fünfer und Elfer, wo Oliver Kascha hochstieg und den Ball unhaltbar Richtung Tor köpfelte, wo er jedoch an die Innenstange und wieder zurück sprang. Diesen Abpraller verwertete dann Philip Wendl zum umjubelten 1:0 (24.).

Stojiljkovic' Schuss nach Auflage von Benjamin Koglbauer blockte Rapid-Back Tahon (32.). Zur Pause stand es aber plötzlich 1:1, weil praktisch aus dem Nichts Küssler für Rapid traf (40.) und Koglbauer in Minute 45+3 noch ganz allein vorm Rapid-Tor an Keeper Gartlers mutiger Reaktion scheiterte. Hälfte zwei sah Rapid trotz numerischer Überlegenheit optisch besser im Spiel - torgefährlicher blieb aber eindeutig Stadlau: Solo von Stojiljkovic, doch Gartler rettete (55.), wieder Stojiljkovic im Rapid-Strafraum, doch statt Abschluss eine Flanke ins Leere (56.), eine blitzschnelle Kombination über den eingewechselten Raffael Behounek und Atan, der Ball kam zu Tahirovic, doch dessen Schuss wurde - erraten - vom Gästekeeper Gartler pariert, Wendl jagte den Nachschuss übers Tor, wäre vom in Summe guten Referee Ruiss aber "abseits" gesehen, ergo hätte ein Tor ohnehin nicht gezählt (59.).

Dann die beste Chance der jungen Grün-weißen, als Küssler nach Querpass von Orascanin den Ball aus vollem Lauf an die Latte knallte (65.). Irgendwie schien das ein Weckruf, denn nun folgten Stadlauer Chancen fast im Minutentakt: Wendl allein auf Garler zu - vergeben (69.), Okan Celik brachte den Ball nicht zum einschussbereiten Atan (70.), toller Fußreflex von Gartler gegen Behouneks Schuss, der nach Wendl-"Querschläger" abzog (75.) ... und dann endlich das 2:1 (78.): Wendl sah, passte auf "Joker" Enanuel Rajdl - und der schoss an Gartler vorbei ein. Volkan Düzgün (ebenfalls eingetauscht) sah Celik, doch der verzog (79.). Rapid II drängte nun im Finish mit dem Mut der Verzweiflung, konnte Benjamin Neckam aber kaum gefährden - am ehesten beim Schuss von Ungarns U20-Teamstürmer Szanto (90.) und einem Luftduell Neckams mit dem Ungarn, bei dem er aber regelwidrig unterlaufen wurde (92.), womit ein eventueller Treffer nicht gezählt hätte. Und als Rapid alles nach vorne warf, um vielleicht doch noch das 2:2 zu erzielen, als sogar Keeper Gartler in der Stadlau-Hälfte war, fing Atan einen Ball ab, schoss in mit viel Übersicht aus gut 70 Metern in Richtung des leeren Rapid-Gehäuses, Rajdl startete aus der eigenen Hälfte, war schneller als jeder Nachsetz-Versuch Rapids und schob das Leder zum 3:1 ins Rapid-Tor (95.).

Fazit: Ein Top-Spiel auf hohem Niveau, das verdient, aber (Lattentreffer Rapids bei 2:1) auch etwas glücklich in der Rapid-Viertelstunde gewonnen werden konnte - und wie schon das Spiel gegen St.Pölten "von der Bank" entschieden wurde. Übrigens: 7 Spieler der Startelf und der eingewechselte Behounek stammen aus dem Stadlau-Nachwuchs - wo in der Ostliga gibt's das noch?

Tore: 1:0 (24.) Philip Wendl, 1:1 (40.); 2:1 (78.) Emanuel Rajdl, 3:1 (95.) Emanuel Rajdl.

FC Stadlau:  Benjamin Neckam - Christoph Ochrana, Oliver Kascha, Simon Hobiger, Sanel Tahirovic - Aleksandar Stojiljkovic (76. Emanuel Rajdl), Max Balzer (68. Volkan Düzgün), Okan Celik, Philip Wendl - Cem Atan, Benjamin Koglbauer (58. Raffael Behounek) [auf der Bank: Gerald Zechner - Rares Sergiu Chiorean]

<*Spieltermine

517efb333