Nachgefragt: Trainer Erwin Cseh über die Herbstsaison ...

Frage: Erwin, hast du selber in den kühnsten Wunschträumen mit einer derart „utopischen“ Herbstsaison gerechnet?

Erwin Cseh: Ich hatte sehr viel Respekt vor der sportlichen Qualität und der Finanzkraft der Regionalliga und wäre daher auch mit 20 Punkten hochzufrieden gewesen. Jeder, der weiß über welches Budget wir verfügen, wird mir da zustimmen.

Gegenüber dem Stadtliga-Meisterteam gab es eigentlich nur punktuelle Verstärkungen, wenn man die Startaufstellungen betrachtet, spielten regelmäßig im Schnitt 6 bis 7 Spieler, die schon in der Stadtliga dabei waren. Wie vollzog sich diese Entwicklung von so vielen jungen Akteuren ohne Ostliga-Erfahrung?

Der Vorteil war, dass wir anscheinend schon jahrelang auf Ostliganiveau trainiert haben und daher wenig bis gar nichts ändern mussten. Die meisten Spieler haben sich sensationell entwickelt. Besonders überrascht hat mich, dass wir mit den Zweikämpfen keinerlei Probleme hatten. Läuferisch zählen wir sicher zu den besten Teams der Liga, das wurde mir mehrfach bestätigt.

Noch immer stehen mindestens 5 absolute Eigenbauspieler in den Startformationen. Qualitätsmerkmal der Stadlauer Arbeit? Erwartest du in Bälde weiteren „Nachwuchs“ aus den eigenen Reihen?

Ich bin davon überzeugt, dass in unserem Nachwuchs gute Arbeit geleistet wird. Dass man immer etwas verbessern kann, steht jedoch außer Frage. In naher Zukunft sieht es, denke ich, nicht so rosig aus, der eine oder andere wird aber trotzdem den Sprung zu uns schaffen.

Über mangelndes Spielglück konnten wir uns im Herbst kaum beklagen. Wie hältst du es mit der Begründung dafür?

Glück muss man sich erarbeiten und wir arbeiten wirklich hart. Hätten wir großes Glück gehabt, hätten wir in Oberwart und gegen Sollenau auch gewonnen, wo wir haushoch überlegen waren. Dann würden wir aber um den Titel mitspielen und das würde wieder neue Probleme mit sich bringen.

Das WFV-Hallenturnier wurde „aus humanitären Gründen“ ersatzlos gestrichen – lachendes oder weinendes Trainerauge?

Einerseits kann ich es nicht nachvollziehen weil es ja noch 50 andere Hallen gibt. Ich denke, der Verband hat gar kein Interesse daran das Turnier durchzuziehen. Seit -zig Jahren hat sich nichts verändert, die meisten Beteiligten empfinden es als langweilig. Lachendes Auge, weil wir nach einer langen Saison mit wenig Pause viele Verletzte haben und diese sich jetzt wieder erholen können.

Es wird – du hast es gegenüber der Kronen-Zeitung schon im Oktober angekündigt – im Winter einige personelle Änderungen geben. Hast du bewusst die Namen von drei Spielern genannt?

Die Mannschaft weiß, dass ich immer Klartext spreche. Ich habe nach wenigen Wochen gesehen, dass wir offensiv noch zu wenig Qualität haben und nachdem wir das Budget nicht erhöhen können, muss ich das vorhandene anders gewichten. Bei den angesprochenen Spielern hat sich sehr schnell gezeigt, dass die Qualität für die Regionalliga fehlt. Deshalb habe ich schnell reagiert um die Qualität im Training hochzuhalten.

Nachfrage: Diese Änderungen werden wohl eher die Offensive betreffen, denn defensiv sind wir ja extrem variabel aufgestellt. Sollten diese (logischer Weise) Verstärkungen zu einem evtl. Meistertitel führen, ist definitiv klar, dass wir nicht aufsteigen könnten. Warum also und was sind demnach die Perspektiven fürs Frühjahr?

Im Frühjahr müssen wir die gezeigten Leistungen bestätigen, wir müssen offensiv schlagkräftiger werden und das wird Arbeit genug werden. Man kann davon ausgehen, dass der dritte Platz das absolute Maximum ist und schwer zu halten sein wird. Bis auf Oberwart und Sollenau hat jede Mannschaft zumindest dieselbe Qualität wie wir. Vereine wie Horn, Vienna, Ritzing, Parndorf, Ebreichsdorf und auch der Sportklub haben weit mehr Qualität in ihren Reihen. Wir gleichen dieses Defizit mit enormen Willen, Laufbereitschaft und Leidenschaft aus. Dass das aber nicht immer funktionieren wird, ist auch klar, wir spielen jedes Spiel am Limit.

Ist für dich persönlich ein Aufstieg in die Erste Liga ein anzustrebendes Ziel? Was müsste passieren, dass es auch realistisch wäre?

Das letzte halbe Jahr hat in mir die Lust geweckt, vielleicht auch mal Profitrainer zu werden, ob das passieren wird, werden die nächsten Monate zeigen. Mit dem Verein aufzusteigen ist leider nicht möglich, wir arbeiten derzeit mit einem Bruchteil des Budgets anderer Vereine. Wir wollen uns in der Liga etablieren und vielleicht mal kontinuierlich vorne mitspielen.

Erwin Cseh und die Schiedsrichter – die „große Liebe“ wird das nie werden. Hast du schon Pläne, wie du an der Linie ruhiger bleiben kannst?

Noch ruhiger kann ich nicht werden, ich mache die ersten 30 Minuten so gut wie nichts mehr. Jedoch habe ich eine Verpflichtung dem Verein gegenüber. Ich will immer gewinnen und wenn ich 90 Minuten auf der Bank sitze und keine Anweisung mehr gebe, werden sich alle denken, dass ich kein Feuer mehr in mir habe. Ich hoffe, dass es bald einige Gespräche mit den Schiedsrichtern geben wird, weil es so einfach nicht mehr weitergehen kann. Dass Feuer am Dach ist, zeigt die Tatsache, dass vor ein paar Tagen ein Schiedsrichter niedergeschlagen wurde. Das brauchen wir alle nicht, aber dass das Verhältnis Schiedsrichter - Trainer so nicht funktionieren kann, weil man sich vorkommt als ob man mit seinem Chef kommuniziert und nur dieser wie? „wie‘s geht“ muss jedem klar sein. Und diese lächerlichen Geschichten mit Platzverweisen für Trainer und die anschließenden Geldstrafen kann ich nicht mehr nachvollziehen. Manchmal denke ich mir, dass nach manchen Entscheidungen irgendwer zur Trainerbank kommt und mir mitteilt, dass das die „Versteckte Kamera“ sei und natürlich nicht der Wahrheit entspricht …

Danke für das Gespräch, Erwin!

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