Runde 18: Rapid II / A

Spielort:  Elektra-Platz

Spieltermin:  So.,13.3.  18'00

Resultat:  2:4 (0:1)

Bericht: Rapid II verkaufte sich beim 0:2 in Horn beim Titelaspiranten ausgezeichnet, ein harter Prüfstein war zu erwarten, zumal auch beim 3:1-Heimerfolg Stadlaus im Herbst starke grün-weiße Gegenwehr zu verzeichnen war. Vorweg: es sollte ein verrücktes Spiel werden. Schon nach vier Minuten tauchte Emir Dilic beim Pflichtspieldebüt nach einem Outewinwurf in guter Position auf, fackelte auch nicht lange, doch sein Schuss zog hauchdünn am langen Eck vorbei. Ein Führungstor hätte gut getan, doch das gelang Rapid wenig später: nach Strafraum-Attacke von Simon Hobiger entschied Referee Ruiss auf Penalty für die Heimelf - Szanto verwertete zum 1:0 (7.). Bis knapp vor Pause lief das zwar temporeiche und zweikampfintensive (da drückte Referee Ruiss bei etlichen Handattacken der Rapid-Verteidiger vor der Ballannahme das eine oder andere Auge zu ...) Spiel ohne nennenswerte Strafraum- oder Torszenen ab. Da gelangten Philip Wendl (43., seinen Schuss aus 18 Metern entschärfte Rapid-Keeper Gartler) und besonders Okan Celik (44.) mittels ansatzlosem Schrägschuss aus gut 20 Metern an die Stange, Gartler wäre ohne Chance gewesen ...) dem Ziel "Torerfolg" doch nahe. So blieb's aber beim 0:1, auch weil Volkan Düzgün bei Ljubicic' Kopfball vor der Linie retten konnte (45.)

Hälfte zwei begann genauso ungünstig wie die erste - mit dem 0:2 durch Szanto (49.), der bei einem Querpass am Fünfer ganz allein war. In Minute 58 ein Aufreger: Dilic zog nach Wendl-Auflage vom 16er ab, wurde aber von "Assi" Pichler im Abseits gesehen. Die Aufregung indes war nur halb berechtigt, denn Rapid-Goalie Gartler drehte den Ball ohnehin zur Ecke (die es dann natürlich nicht gab). Nochmal Dilic - in Minute 62 zirkelte er einen 30 Meter-Freistoß gefühlvoll und scharf fast perfekt aufs Rapid-Tor. Das "fast" bedeutete eine Handbreit oberhalb der Latte ... Zwei Minuten später machte es Rapid besser. Nach einem Freistoß von rechts war Sobczyk (wieder) allein am Fünferraum. Die Abwehrzuordnung "gipfelte" dann im 0:4 (77.), bei dem vor Kovacec' Torschuss in der Entstehung drei Rapidler nahezu unbehelligt blieben.

So unbehelligt wie Stadlaus Verteidiger, so konsequent (und wie erwähnt nicht immer regulär, aber auch nicht immer vom unsicheren Referee Ruiss geahndet ...) agierten dafür bis zu diesem Zeitpunkt Rapids Defensivspieler. Erst im Finish konnte Stadlauer Offensivglück vermerkt werden: Dominik Eichingers Pflichtspiel-Premierentor mit verdecktem Schuss von halbrechts ins lange Eck zum 1:4 (85.) und Düzgüns Treffer zum 2:4 (88., wobei er aus der eigenen Hälfte bis zum Rapid-Strafraum sprintete ohne ernsthaft attackiert werden zu können und der Schuss von einem dann entgegengrätschenden Rapid-Bein unhaltbar abgefälscht wurde) brachten freilich keine Punkte mehr.

Fazit: mit derartiger Defensivzuordnung macht man jeden Gegner stark - und erst recht eine giftige, (teils über-)motivierte Rapid-Youngster-Elf, die mit enormem Tempo aufwarten konnte. Und jetzt kommt Oberwart mit dem Selbstvertrauen des Sieges über Titelkandidat Horn ...

Tore: 0:1 (7.) Szanto (Elfmeter); 0:2 (49.) Szanto, 0:3 (64.) Sobczyk, 0:4 (77.) Kovacec, 1:4 (85.) Dominik Eichinger, 2:4 (88.) Volkan Düzgün

FC Stadlau: Gerald Zechner - Raffael Behounek, Oliver Kascha, Simon Hobiger, Sanel Tahirovic - Philip Wendl (59. Aleksandar Stojiljkovic), Okan Celik, Volkan Düzgün, Emanuel Rajdl (68. Dominik Eichinger) - Cem Atan, Emir Dilic (81. Max Balzer). [auf der Bank: Benjamin Neckam - Tanju Köse]

<*Spieltermine

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