Unbelohnte Top-Leistung auswärts bei Vienna ...

Spielort:  Hohe Warte

Spieltermin:  Fr.,25.3.  19'00

Ergebnis:  0:1 (0:0)

Bericht:  Vienna lag der Stadlauer 2:1-Heimsieg im Herbst "schwer im Magen". Die Döblinger sannen auf (sportliche) Revanche und begannen Hälfte eins mit einer optischen Überlegenheit, sprich Ballbesitz im Mittelfeld und an den Seiten. Je näher es aber in Richtung Stadlau-Tor ging, desto konsequenter und geschickter verschoben Kapitän Simon Hobiger und seine Defensivspieler, machten Räume zu und ließen so bis auf einen Schuss von Kurtisi aus guter Position (drüber, 12.) keine torreifen Vienna-Szenen zu. Im Gegenteil, ab der 30. Minute ging es einige Male ganz schnell in Richtung Vienna-Tor: Raffael Behounek brachte von rechts nach schneller Kombination mit Emanuel Rajdl einen brandgefährlichen Stanglpass zum Fünfer, doch Philip Wendl verfehlte im Hineinrutschen den Ball um Zentimeter (34.), weiter Ausschuss von Gerald Zechner, via Wendl kam der Ball nach links zu Aleksandar Stojiljkovic, dessen gut gedachter Querpass leider keinen Abnehmer fand (44.) und da Vienna-Keeper Vollnhofer bei Stojiljkovic' gutem Schuss aus halblinker Position gut reagierte (45.), blieb's zur Pause beim 0:0, das aufgrund der letzten Minuten vor der Halbzeit eher der Heimelf schmeichelte.

Dass Vienna-Trainer Lipa mit seiner Offensive unzufrieden war, merkte man an einem doppelten Tausch auf der linken Seite der Döblinger, die dann mit Fortdauer des Spieles immer stärker werden sollte. Doch die nächsten zwei Höhepunkte gehörten noch Stadlau: blitzschnelle Kombination von Volkan Düzgün über Okan Celik auf Rajdl, doch der setzte den Ball aus rund 10 Metern am kurzen Eck vorbei (50.), es war die bisher hochkarätigste Chance des Spieles. Nur fünf Minuten später spielte Rajdl seinen Stürmer Wendl ideal am Elfer frei, doch dessen Schuss verfehlte (55.). Nun hatte das Spiel endgültig Fahrt aufgenommen und verdiente das Attribut "Spitzenspiel". Allerdings wurde jetzt die Heimelf v.a. über links immer stärker, erzeugte zudem aus Eckbällen stets Gefahr.

Kurtisi flankte von links, Bahadir kam aus rund 5 Metern zentral vorm Tor zum Kopfball, doch Zechner rettete mit einem Glanzreflex zur Ecke (59.), nach einer weiteren Ecke der Vienna tauchte Kapitän Katzer plötzlich am Fünfereck auf, verzog jedoch (67.). Dann "meldete" sich noch einmal die Stadlau-Offensive: Düzgün schickte Wendl über rechts, dessen scharfe Hereingabe gerade noch von Sencar vor dem einschussbereiten Stojiljkovic geklärt werden konnte (70.). Danach war Vienna weiter am "Drücker", doch echt 100%iges ließ die aufopfernd kämpfende Stadlau-Defensive nicht zu. Max Balzer (69.) und Oliver Kascha (80.) mussten angeschlagen hinaus, was im Finish eine erzwungene Neuordnung in der Mitte zur Folge hatte. Und in Minute 87 passierte das, was sich die Mannschaft nicht verdiente - das 0:1. Es war wieder ein Eckball (von Viennas rechter Seite) von Keles, nach Bahadirs Kopfball staubte Kurtisi ab. In die verzweifelten Offensivversuche Stadlaus fielen dann noch zwei Vienna-Chancen: ein Lattenfreistoß Lenkos (91.) und ein "Sitzer" von Gökcek, der aus 7 Metern allein das Tor verfehlte (92.).

Fazit: die beste Frühjahrsleistung Stadlaus blieb unbelohnt. Und wer solche Spiele gewinnt, darf sich beste Chancen auf den Meistertitel ausrechnen ... ;-(

Tor:  0:1 (87.) Kurtisi

FC Stadlau:  Gerald Zechner - Raffael Behounek, Oliver Kascha (80. Latif Öztürk), Simon Hobiger, Sanel Tahirovic - Emanuel Rajdl, Volkan Düzgün, Max Balzer (69. Tanju Köse), Okan Celik, Aleksandar Stojiljkovic (88. Filip Kostic) - Philip Wendl. [auf der Bank: Benjamin Neckam - David Prochal]

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