10.11.2018: FC Stadlau - Bruck/Leitha 1:4

Die erste Überraschung gab es in der Grundaufstellung der Heimelf: Santiago Gans-Lombas (seit der U7 in Stadlau) durfte auf der rechten Außenbahn "ran" - und zwar als "Maskenmann" infolge eines Nasenbeinbruches - verdient hatte er es mit starken Vorstellungen in der 1.b ... somit standen sieben Eigenbauspieler in der Startelf, von denen vier grade mal 18 Jahre alt waren!

Sieht man von den ersten zwei mutigen Angriffsversuchen der Stadlauer (Dominik Pessl auf Gans-Lombas, Keeper Kuru hielt, 10., und Okan Celiks Schuss aus halblinks, der Kuru aber vor kein Problem stellte, 14.), war Hälfte eins zum Vergessen. Mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit und blitzschnellem Umschalten im Ballbesitz (oder schlicht und einfach mangelnder Stadlauer Gegenwehr ...) kam Bruck ein ums andre Mal vors Stadlau-Tor: Nemetz wurde auf der halbrechten Abwehrseite "vergessen" - 0:1 (16.), Juric hatte im Strafraum alle Zeit der Welt - Stange (17.), vergab nach einem verunglückten Rückpass vor Benjamin Neckam, der ständig im Mittelpunkt des Geschehens stand (22.) und traf im dritten Versuch (wieder völlig unbehelligt)  zum 0:2 (24.). 

Es folgte ein Stadlauer Offensiv-Versuch in Form von Peter Schützenhöfers Pass auf Endlicher, doch Bruck-Keeper Kuru kam weit aus seinem Strafraum und klärte (27.). Schon im Gegenzug die nächste Brucker Chance, doch bei Kautz' Schrägschuss konnte Neckam mit Fußabwehr klären (28.). Pessls Schuss aus halblinks war leichte Beute für Kuru (32.), ehe Gabriel Bayer einen Schuss von Nemetz blockte (32.) - mittlerweile ging es hin und her, Stadlau schien etwas ins Spiel zu finden. Das unterband Bruck dann aber mit "gütiger" Mithilfe von Referee & Assistent, die den (zugegeben auch völlig ungedeckten) Kautz aus (knapp, aber doch) Abseitsposition weiter spielen ließen. Neckam konnte zwar den ersten Schuss parieren, der Nachschuss saß aber zum 0:3 (40.). Zwei Großchancen für Stadlau beendeten Hälfte eins (und hätten vielleicht das Spiel drehen können): Endlicher kam über links, seinen Schuss konnte Kuru nur wegschlagen, Gans-Lombas' Nachschuss wehrte Lechner gerade noch vor der Linie ab (42.), dann steckte Gans-Lombas für den eingewechselten Moritz Brejcha durch, Kuru parierte und der Nachschuss von Gans-Lombas wurde ebenfalls abgewehrt (44.).

In Hälfte zwei sorgte Referee Tekeli für den nächsten Aufreger, als Dominik Pessl aus dem Mittelfeld freie Bahn in Richtung Brucker Tor gehabt hätte, von Horak regelwidrig gestoppt wurde. Indes kam weder Foulpfiff noch mögliche Karte für den Brucker, sondern nur "gelb" gegen Pessl, der sich (wohl zurecht) beschwerte (53.). Als Tadic für Bruck nach einem Angriff über fünf (unattackierte) Stationen punktgenau neben die linke Stange zum 0:4 einschoss (59.), war endgültig klar, dass die Gäste die Punkte entführen würden. Ab da spielte aber plötzlich nur mehr Stadlau (natürlich auch, weil Bruck es wegen der komfortablen Führung nicht mehr nötig hatte, etwas aktiv fürs Spiel zu tun): Endlichers Schuss von links wurde abgefälscht und verfehlte nur um Zentimeter (76.), Gabriel Bayer flankte von links zum Fünfer, wo sich Okan Celik und Brejcha im Weg standen (77.), Moritz Brejcha traf nach idealer Vorarbeit von Endlicher zum 1:4 (82.), ehe Kuru bei einem weiteren Endlicher-Zuspiel auf Brejcha schneller war (89.). Kurz davor hatte Niklas Kiss einen gefährlichen Juric-Schuss geblockt (88.).

Fazit: So leicht darf man's einem Gegner einfach nicht machen!

Spielbericht online

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