20. Runde: FC Stadlau vs. Mauerwerk 1:3

Mauerwerk ist einer der zwei Top-Titelfavoriten der Liga (mit Ebreichsdorf kommt übrigens nächste Woche der zweite ...), daran ändert auch der "durchwachsene" (aber im Frühjahr noch immer unbesiegte) Auftakt der Profi-Truppe nichts. Das Auftreten unserer Elf war von Anfang an aber beherzt und mutig. schon in Minute zwei musste Mauerwerks Haselberger derart ungestüm gegen Imran Sadriu agieren, dass Referee Hasanovic (dessen "Leistung" wir später noch Beachtung schenken werden) sofort den gelben Karton zückte - wohl eine der schnellsten Verwarnungen der Ostliga ... Den fälligen Freistoß brachte Sadriu selbst weit aufs Fünfereck, wo er noch gefährlich abgefälscht wurde und leider nur am Obernetz landete (2.). Die Gäste kamen erstmals in Minute 7 mit einem weiten Ball in den Stadlau-Sechzehner, doch da kam Goalie Aleksandar Mirkovic gut heraus. Und dann brandete Jubel in Stadlau auf: Philipp Haas brachte eine weite Flanke von rechts in Richtung Gästetor und der Ball senkte sich zum 1:0 ins lange Kreuzec´k (12.)!

Der Jubel währte allerdings nur sechs Minuten, denn dann nützte einer der zwei Langen im Mauerwerk-Angriff (beide Stürmer waren gut einen Kopf größer als unsere Abwehrspieler inkl. Goalie ...), Daniel Dubec, den zweiten Abpraller nach einem Corner zum 1:1 (18.) - schade! Bis zur Pause verlief das Spiel nun offen, kein Unterschied zwischen den Mauerwerk-Profis und den Stadlauer Amateuren und Youngsters war zu erkennen. Es reichte zu ein paar Stadlauer Vorstößen (Weitschuss von Andreas Bauer knapp drüber, 30., blitzschneller Konter über Sadriu und Alexander Krammer auf Michael Endlicher, dessen Stanglpass leider misslang, 43.) und zwei Top-Chancen der Gäste (Sen verköpfelte alleinstehend vom Fünfer, 37., Dubec köpfelte an die Latte, 38.) - das Pausen-Remis war aber als verdient anzusehen.

Hälfte zwei begann denkbar ungünstig: Ercan Kara nützte einige Unsicherheiten der Stadlau-Defensive zum 1:2 (49.), ehe Referee Hasanovic mit "merkwürdigen" Nicht-Entscheidungen in den Mittelpunkt zu rücken begann, wobei gar nicht von nicht gegebenen Fouls bei vielen "rustikalen" Attacken der Gäste gesprochen wird, sondern von zwei klar "rot"-würdigen Aktionen: Gemicibasi setzte mehrmals zum Kopfstoß gegen Okan Celik an (und auch angedeutete Insultierungen sind als solche zu werten!), der Schiedsrichter übersah dies aber "gnädig" (56.), Adamov schnitzte Endlicher ohne Ball vor den Augen des Assistenten UND des Referees ohne Ball um - kein Foulpfiff, keine Karte ... (60.)

Fußball konnte so nur schwer werden, wurde aber von Stadlau trotzdem mit allen Kräften versucht: Michael Endlicher "erbte" einen Fehlpass der Mauerwerk-Innenverteidigung, leider gelang der Abschluss nicht (61.), Alexander Krammer probierte es aus der Distanz, doch daneben (76.), nach perfekter Vorarbeit des eingewechselten Marko Bozic schoss Endlicher, doch Gästekeeper Verwüster parierte (79.), nach Vorarbeit von Philipp Haas wurde Krammer von zwei Verteidigern am Abschluss gehindert (80.) - das war tadelloser Vorwärtsgang, Mauerwerk kam selbst im Konter zunächst nicht mehr durch. Dann Minute 85: Gelb-Rekordler Haselberger attackierte den daher stürmenden Andreas Bauer in Kopfhöhe, sah dafür "gelb" und logischer Weise auch "rot". Numerische Überlegenheit spielte es indes keine, denn unser Kapitän musste mit einem blutenden Cut vom Feld ... Trotzdem wollte Stadlau den Ausgleich, bei Roman Sablers Hereingabe fehlte nur der Abnehmer (89.), im Gegenzug gegen unsere weit aufgerückte Defensive startete Sallam allein aufs Tor, konnte zunächst noch von Goalie Mirkovic abgedrängt werden, zirkelte aber den Ball technisch perfekt von weit links ins Tor - 1:3 (90.). Die Nachspielzeit brachte noch zwei erwähnenswerte Szenen: einen Schuss von Mario Topcic, den Verwüster hielt und im direkten Gegenzug Mauerwerks Avdic aus gut 5 Metern Abseitsposition (von Assistent UND Referee ignoriert ...) allein aufs Stadlau-Tor - Goalie Mirkovic zeichnete sich mit einer Fußabwehr aus (92.).

... und das war's dann auch. Eine ambitionierte Leistung, bei der nur Cleverness und Abgebrühtheit der Profis nebst ihren teils unfairen Attacken den Unterschied ausmachten ...

Aufstellung Stadlau: Aleksandar Mirkovic - Philipp Haas, Aleksandar Milenkovic, Aleksandar Skrbic, Andreas Bauer - Michael Endlicher (80. Roman Sabler), Mario Topcic, Julian Lakits (69. Lukas Schneider), Okan Celik (69. Marko Bozic), Imran Sadriu - Alexander Krammer. [auf der Bank: Christoph Sauer - Niklas Kiss]

 
 
 
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