28. Runde: Rapid II vs. FC Stadlau 2:2

Das Auswärts-0:4 bei Mannsdorf war gegen Schwechat (3:1) erfolgreich "aufgearbeitet" worden, nun wartete die Auswärtshürde Rapid II - und die sind bisher im Frühjahr nicht in der beeindruckenden Form wie im Herbst ... Für Coach Samir Naffati war's die Rückkehr an seine jahrelang erfolgreiche Wirkungsstätte in der Rapid-Akademie und den einen oder anderen der grün-weißen Youngsters hatte er wohl in vergangenen Jahren selbst trainiert ...

Von Beginn an war zu merken: Stadlau spielte frech nach vorne, eine variable, doppelte Viererkette (Abwehr und Mittelfeld) ergänzte sich perfekt un ließ kaum Räume für Rapids bekannte Ballstaffetten zu. Und bei den hohen Bällen der Hütteldorfer hatte zumeist die Stadlauer Innenverteidigung die Lufthoheit. Und in Minute 4 führte gleich der erste starke Stadlau-Angriff zur Führung: IMran Sadriu schickte Michael Endlicher los - und der blieb cool - 1:0! Wer nun eine Hütteldorfer Drangperiode erwartete, der wurde enttäuscht. Den Grün-weißén fiel wenig ein, im Gegenteil: die Topchancen vor der Pause fand Stadlau vor: Marko Bozic steckte auf Sadriu durch, doch der scheiterte im 1:1 gegen Rapids Keeper Hedl. Von Rapid kam nur ein arg verfehlter Ibrahimoglu (fast schon Verzweiflungs-)Schuss (18., weit drüber und daneben), ein Querschläger im Fünfer (23.) und ein Ibrahimoglu-Weitschuss, der Goalie Aleksandar Mirkovic einige Probleme bereitete (23.). Und knapp vor der Pause hätte es eigentlich 2:0 stehen müssen, als Roman Sabler nach blitzsauberer Kombination von Endlicher und Sadriu in Hedl seinen Meister fand (43.). Der Pausenstand von 1:0 war also folglich hoch verdient ...

Die zweite Hälfte begann mit einem "Fangsicherheitstest" Sablers für Hedl, den Rapids Goalie souverän meisterte (48.). Rapids erste echte Torchance führte dann zum 1:1-Ausgleich durch Markl per Kopf (52.). Nun folgte Rapids stärkste Zeit mit gutenm Chancen für Ibrahimoglu (Freistoß um cm am rechten Kreuzeck vorbei, 54.) und Markl (aus halblinks in guter Position ca. 1/2 Meter daneben (55.). Felbers Schuss arretierte Mirkovic problemlos (64.), bei Pehlivans Schuss verhinderte der Stadlau-Goalie mittels Fußreflex das 1:2 (66.). Doch dann gelang es Stadlau, den Rapid-Druck abzufangen und selbst wieder gefährlich zu werden: mit Sablers Steilpass zog Endlicher allein aufs Tor, wurde von Schuster gelegt (und der Rapidler sah dafür "gelb-rot"). Den fälligen Freistoß zirkelte Kapitän Andreas Bauer über die 3-Mann-Mauer mit viel Gefühl ins rechts Eck - 2:1 (72.)! Das sah nun schon recht sicher aus, Rapids Keeper Hedl verhinderte mit Fußreflex gegen Endlicher die mögliche Vorentscheidung (79.), das Spiel verlief nun ohne nennenswerte Höhepunkte. Vier Minuten gab's "Nachschlag", Rapid schien kein Mittel zu finden, bis ... in Minute 94. Weizer Ball auf Markl, der drang in den Strafraum ein, hätte den Ball nicht mehr vor der Toroutlinie erreicht. Keeper Mirkovic kam indes etwas ungestüm heraus, erreichte den Ball nicht, aber dafür Markls Beine. Der kam zu Fall, Referee Stauber pfiff sofort und deutete auf den Strafstoßpunkt. Das ließ sich Ibrahimoglu leider nicht entgehen und scorte zum 2:2 (94.). Eine starke Stadlauer Leistung blieb somit unterm Strich un(ter)belohnt ...

Aufstellung Stadlau: Aleksandar Mirkovic - Philipp Haas, Aleksandar Milenkovic, Niklas Kiss, Andreas Bauer - Mario Topcic, Lukas Schneider, Marko Bozic, Imran Sadriu (90+3. Kevin Muckenhuber) - Roman Sabler (83. Alexander Krammer), Michael Endlicher. [auf der Bank: Christoph Sauer - Richard Windisch, Aleksandar Skrbic]

 
 
 
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